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Kirche Frühling
Bahnhof Laaber

Aus der Geschichte des Marktes Laaber

Die Geschichte des Marktes Laaber wurde Jahrhunderte hindurch durch die Geschicke und Persönlichkeiten des gleichnamigen Adelsgeschlechts bestimmt. Heute sind die alten Überreste der Burg Laaber und einiger Urkunden noch Zeugen dieses berühmten Adelsgeschlechts.

In Verbindung mit der Gründung des Klosters Reichenbach traten die Herren von Laaber im Jahre 1118 erstmals ins Licht der Geschichte durch Nennung in einer Urkunde. Wenn auch ihre Abstammung nicht genau bekannt ist, so nimmt man doch an, dass sie aus Abensberg oder Riedenburg kommen und sich nach dem Jahr 1003 in Laaber sesshaft machten.

Ihre Beteiligung am öffentlichen Leben in Reich und Land im 11., 12. und 13. Jahrhundert war bedeutend und ist in Urkunden und Archiven seit dem Jahre 1181 ununterbrochen belegt. In der Zeit von 1334 bis 1337 z. B. war ein Hadmar von Laaber der Bürgermeister von Regensburg, im Jahr 1366 amtierte Ulrich von Laaber als Bürgermeister von Nürnberg. Hadmar IV., dessen Grabstein in der Pfarrkirche zu Laaber niedergelegt wurde, befand sich im Jahr 1374 in Berlin bei Kaiser Karl IV. und war einige Jahre später ebenfalls Bürgermeister von Regensburg.

Auch auf dem Gebiet der Dichtkunst und des Minnegesangs hat sich das ritterliche Geschlecht derer von Laaber hervorgetan. Das wohl bekannteste Werk ist „Die Jagd“ von Minnesänger Hadmar III.

Noch zu Anfang des 15. Jahrhunderts galt das Geschlecht derer von Laaber als sehr reich. Sie hatten in der ganzen Gegend von Nürnberg bis Regensburg Besitztümer. Doch mit dem Hinscheiden von Hadmar IV. im Jahre 1420, zu dessen Lebzeiten Laaber das Marktrecht verliehen worden war, begann der Umschwung, die Güterteilung, Verkauf und damit die Zertrümmerung des Besitztums.

Bis zum Jahr 1465 verblieb es noch in den Händen der Nachkommen, doch als dann zehn Jahre später der letzte aus dem Geschlecht derer von Laaber, Hadmar VII., starb, wurden die Rechte über Burg und Ort, die Herrschaft unter Herzöge und Amtsverwalter geteilt.

Laaber kam dann in den Besitz des Herzogs von Niederbayern, der hier ein Gericht und Pflegeamt errichten ließ.

Als 1503-05 aus dem Landanteil Georgs des Reichen von Niederbayern ein eigenes Herzogtum Neuburg gebildet wurde, kam auch Laaber hinzu.

In den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts fällt die Einführung des Luthertums durch Ottheinrich in Neuburg – also auch in Laaber.

Bis 1618 waren die Pfarrer zu Laaber und Umgebung lutherisch.

Laaber blieb auch in den folgenden Jahrhunderten ein Pflegeamt des Herzogtums Pfalz-Neuburg und teilte die Schicksale dieses Gebiets. 1778 wurde es zusammen mit den pfälzischen Landen nach Bayern zurückgeführt.

Seine Marktrechte hat Laaber seit dem Jahre 1393 nach Erteilung eines Freibriefes.

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